Die Knorpelzelltransplantation

Die Knorpelzelltransplantation heißt fachsprachlich Autologe Chondrozytentransplantation (ACT): Mit dem Einbringen autologer, kultivierter Zellen hat der geschädigte Bereich chondrogene Zellen zur Verfügung, die eine Regeneration des Knorpels ermöglichen.

Ist der Knorpel einmal verletzt, gibt es verschiedene Methoden zur Behandlung. Eines der innovativsten Verfahren ist die Knorpel-Transplantation, in kurz ACT genannt. Diverse wissenschaftliche Studien bewerten sie, mit einer Erfolgsquote zwischen 80 und 90 Prozent, als sehr positiv. Wichtig ist jedoch, dass die Indikation stimmt. Wer zum Beispiel unter Arthrose oder schweren Gelenkdeformitäten leidet, kommt für dieses innovative Verfahren nicht in Frage.

Wann kommt eine Knorpel-Transplantation in Frage?

Eine Knorpelzelltransplantation kommt typischerweise bei traumatischen Knorpelschäden im Zuge von Unfällen oder zum Beispiel bei Kniescheibenverrenkungen in Betracht. Wichtiger Faktor für die Empfehlung der Therapie ist unter anderem der sportliche Anspruch. Außerdem sollte die betroffene Person nicht älter als Mitte 40 sein und auch im Alltag unter den Schmerzen leiden und nicht nur bei sportlicher Belastung.

Wie funktioniert die Knorpelzelltransplantation?

Erhält eine Patientin oder ein Patient im Rahmen der Diagnose die Empfehlung für eine Knorpel-Transplantation, entnimmt der Operateur zunächst ein kleines Knorpelstück aus nicht gewichtsbelasteten Arealen der betroffenen Gelenkfläche. Dieser Eingriff erfolgt arthroskopisch minimal-invasiv. Das entnommene Stück Knorpel wird anschließend in einem Spezialcontainer an ein Zellkulturlabor geschickt, das innerhalb von 48 Stunden mit der Aufbereitung der Knorpelzellen beginnen muss. In Deutschland gibt es aktuell nur zwei Labore, die diese Leistung anbieten. Drei bis vier Wochen später sind ausreichend Knorpelzellen gezüchtet, um entsprechend transplantiert zu werden.

Bei dem Eingriff wird die betroffene Stelle für die Transplantation zunächst vorbereitet. Dabei werden der zu ersetzende Gewebeteil herausgelöst und die neuen körpereigenen Knorpelzellen eingesetzt. ANschließend fixiert ein spezielles Nahtmaterial das Transplantat. Nach der OP beginnt die Rehabilitation des Gelenks mit einer Motorbewegungsschiene und unter Entlastung des Gelenks.

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Wo werden Knorpeltransplantationen vorgenommen?

Die besonderen Herausforderungen der Knorpelzelltransplantation sind zunächst die richtige Diagnose und Indikation: Um welche Art von Knorpelverletzung handelt es sich? Kommt die betroffene Person für dieses Verfahren auch wirklich in Frage? Außerdem ist der Eingriff selbst technisch höchst anspruchsvoll, weshalb nur geübte Operateure das Verfahren nutzen sollten. Hinzukommt, nur in ausgewiesenen Zentren übernehmen Krankenkassen die Therapiekosten.

Wir als Ärzte der Hessing Klinik für Sportorthopädie und arthroskopische Chirurgie erforschen im Rahmen klinischer und experimenteller Studien kontinuierlich, welche Faktoren bei der Therapie von Knorpelverletzungen eine Rolle spielen. Unter anderem, ob es gentherapeutische Ansätze gibt und unter welchen Bedingungen die Chondrozyten-Transplantation (ACT) ihr volles Potential ausschöpft. Unsere Ergebnisse stellen wir unter anderem in internationalen Zeitschriften vor.

 

Zahlt die Krankenkasse die Knorpeltransplantation?

Aktuell wird die Knorpelzelltransplantaion (Autologe Chondrozytentransplantation) vorwiegend am Knie eingesetzt. Unsere Spezialisten nutzen die Möglichkeiten dieser innovativen Therapieform jedoch auch im Bereich der Schulter, Hüfte, des Ellenbogens oder Sprunggelenks.

Die Krankenkassen übernehmen aktuell die Kosten für Knorpeltransplantationen an Knie, Ellenbogen, Hüfte und Schulter. Für die Therapie am Sprunggelenk übernehmen die Krankenkassen jedoch bisher nicht die Kosten.

Rehabilitation nach einer Knorpelzelltransplantation

Wie lange dauert die Reha nach der Knorpeltransplantation?

Eine Vollbelastung des Gelenks und leichte Sportarten, wie Radfahren oder Schwimmen, sind in der Regel bereits nach sechs Wochen wieder möglich. Fußballspielen empfehlen Ärzte erst nach sechs Monaten. Neues Gewebe bedeutet jedoch nicht, dass es genauso robust ist, wie das ursprüngliche. Neues Knorpelgewebe ist anfälliger für Schäden, weshalb Patientinnen und Patienten auch nach erfolgreicher Operation und Rehabilitation aufmerksam bleiben sollten, wie sie das Gelenk belasten.

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