Die bayerische CSU-Landtagsabgeordnete Carolina Trautner hat die Technische Orthopädie der Hessing Stiftung besucht, zu der auch die Hessing Sanitätshäuser gehören und sich hier über die Herstellung moderner orthopädischer Hilfsmittel informiert. Bei dem persönlichen Austausch standen insbesondere die aktuellen Herausforderungen der Sanitätshausbranche und die Auswirkungen des Beitragsstabilisierungs-gesetzes der gesetzlichen Krankenkassen im Fokus.

 

Im Gespräch mit dem Direktor der Hessing Stiftung, Roland J. Kottke, und dem Leiter der Technischen Orthopädie, Ronny Egger, wurden die konkreten Auswirkungen der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen auf die Branche diskutiert. Dabei wurden insbesondere die Herausforderungen und Konsequenzen für die Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln thematisiert. Carolina Trautner zeigte großes Verständnis für die Situation und betonte, dass sie die gewonnenen Erkenntnisse in die politischen Gremien einbringen werde, die Einfluss auf zukünftige Entscheidungen und mögliche Anpassungen der gesetzlichen Vorgaben haben.

 

Trautner erhält Eindruck von hoher fachlicher Kompetenz

 

Im Anschluss erhielt die Landtagsabgeordnete und ehemalige Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales bei einem Rundgang durch die Sanitätshausbereiche und die orthopädischen Werkstätten einen unmittelbaren Einblick in die praktische Versorgung von Patientinnen und Patienten. Sie konnte die Herstellung orthopädischer Hilfsmittel, Maßschuhe und Einlagen aus nächster Nähe kennenlernen und sich dabei ein Bild von der hohen fachlichen Kompetenz sowie dem umfangreichen Versorgungsauftrag der Branche machen.

 

„Ich bin sehr beeindruckt von der hochwertigen Arbeit, die hier geleistet wird und habe heute spannende Eindrücke mitgenommen. Mir ist es ganz wichtig, zu sehen, dass auch Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung hier bestmöglich unterstützt werden“, sagte Carolina Trautner. „Wir sehen aber auch die Herausforderungen, die durch die geplanten Leistungskürzungen auf die Branche zukommen. Hier werden wir uns als Politik einsetzen, das nochmal zu hinterfragen. Ich werde das auch für meine politische Arbeit mitnehmen“, fügte sie hinzu. 

 

Austausch mit Politik von großer Bedeutung

 

„Der direkte Austausch mit der Praxis ist für politische Entscheidungen von großer Bedeutung. Wir freuen uns daher sehr über das Interesse von Frau Trautner und ihre Bereitschaft, die Perspektive unserer Branche in die politische Diskussion einzubringen. Gerade bei der Hilfsmittelversorgung müssen die tatsächlichen Auswirkungen gesetzlicher Entscheidungen auf Patientinnen und Patienten sowie auf die Leistungserbringer berücksichtigt werden“, betonte Stiftungsdirektor Roland J. Kottke.

 

Der Leiter der Technischen Orthopädie, Ronny Egger, hob die Bedeutung hochwertiger Hilfsmittel für die Gesundheitsversorgung hervor: „Eine individuell angepasste orthopädische Versorgung ist ein wichtiger Baustein, um Mobilität und Selbstständigkeit langfristig zu erhalten. Moderne Hilfsmittel müssen dabei nicht nur funktional sein, sondern präzise auf die individuellen anatomischen und therapeutischen Anforderungen der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden. Eine hochwertige Versorgung erfordert entsprechend qualifiziertes Fachpersonal, spezialisierte Werkstätten und ausreichend Zeit für Beratung, Fertigung und Anpassung.“

 

Besonders deutlich wurde dabei die Bedeutung einer ausreichenden und verlässlichen Finanzierung der Hilfsmittelversorgung. Orthopädische Hilfsmittel leisten einen wesentlichen Beitrag zu Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität vieler Menschen. Gleichzeitig können durch den frühzeitigen und gezielten konservativen Einsatz von Hilfsmitteln oftmals kostenintensivere medizinische Maßnahmen oder operative Eingriffe vermieden werden. Eine leistungsfähige Hilfsmittelversorgung ist damit nicht nur ein zentraler Bestandteil der Patientenversorgung, sondern kann zugleich zur Entlastung des gesamten Gesundheitssystems beitragen.

 

Carolina Trautner ist seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags und vertritt den Stimmkreis Augsburg-Land-Süd. Die ausgebildete Apothekerin verfügt über langjährige Erfahrung im Gesundheits- und Sozialbereich. Von 2018 bis 2020 war sie Staatssekretärin, von 2020 bis 2022 Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Heute ist sie unter anderem Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie Vorsitzende des Landesgesundheitsrats. Darüber hinaus engagiert sie sich als Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern für die Belange von Menschen mit Behinderung und deren gesellschaftliche Teilhabe.

 

 

Über die Hessing Stiftung

 

Die traditionsreiche Hessing Stiftung ist mit mehr als 1.600 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von rund 160 Millionen Euro eines der führenden Orthopädie-Kompetenzzentren Europas. Den Mittelpunkt auf dem Hessing Campus bilden die Hessing Kliniken, die in der Hessing Klinik für Orthopädie und der Hessing Klinik für Rehabilitation verschiedene hochspezialisierte Fachzentren vereinen. Als Orthopädische Hochschulambulanz sind die Hessing Kliniken Teil der Universitätsmedizin in Augsburg.

 

Die Hessing Praxis für Orthopädie bietet an drei Standorten in der Region ambulante, medizinische Behandlungen. Im Hessing Sanitätshaus erhalten Kundinnen und Kunden an vier Standorten orthopädische Hilfsmittel aller Art, wie Einlagen, Bandagen, Orthesen und Prothesen aus der hauseigenen Hessing Orthopädietechnik sowie Laufschuhe bei Hessing Sport. Ein umfassendes Therapie-, Bildungs- und Förderangebot gibt es für Kinder in unserer inklusiven Kindertagesstätte Hessing Kids. Unter dem Dach der Hessing Stiftung befindet sich zudem die privatärztliche Hessingpark-Clinic und seit 2025 das Bistro Friedrich. Seit 1868 steht der Name Hessing für eine ganzheitliche Behandlung, ganz in der Tradition unseres Stifters Hofrat Friedrich Ritter von Hessing, der als Begründer der technischen Orthopädie gilt. Mehr unter www.hessing-stiftung.de.