Was passiert bei einem Kreuzbandriss?

Wenn eines der zwei Kreuzbänder teilweise oder vollständig gerissen ist, spricht man von einem sogenannten Kreuzbandriss oder einer Kreuzbandruptur. In den meisten Fällen ist bei einem Kreuzbandriss das vordere Kreuzband betroffen. Es gibt jedoch auch Fälle in denen das hintere Kreuzband betroffen ist.

Die Bänder im menschlichen Körper sind elastisch und recht gut belastbar. Wird jedoch das Kreuzband in seiner Reißfestigkeit zu sehr herausgefordert, kann es zum Kreuzbandriss kommen. Ein Kreuzbandriss passiert besonders oft beim Sport, da hier ruckartige Bewegungen oder Belastungen des Knies üblich sind.

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Vorderer & hinterer Kreuzbandriss

Die Ruptur des vorderen Kreuzbands (VKB), ist sehr viel häufiger als ein Riss des hinteren Kreuzbandes (HKB). Oftmals treten Kreuzbandrisse auch nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit komplexeren Verletzungen auf. So können bei einem Kreuzbandriss unter anderem der Meniskus oder die Außen- beziehungsweise Innenbänder ebenso verletzt sein.

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Diagnose und Behandlung eines Kreuzbandrisses

Ein Kreuzbandriss muss medizinisch von einem Spezialisten untersucht werden. Aufgrund der Diagnose kann ein Kreuzbandriss konservativ (ohne Operation) oder operativ behandelt werden.

Die Kreuzbandriss Operation

Der operative Eingriff bei einem Kreuzbandriss erfolgt stationär oder ambulant, je nach Schwere der Verletzung. Die Operation wird in Voll- oder Teilnarkose durchgeführt. Für den Ersatz des Kreuzbandes sind, inklusive Sehnenentnahme, lediglich 3 bis 4 kleine Hautschnitte nötig und der Eingriff erfolgt minimalinasiv beziehungsweise arthroskopisch.
Die Schmerzen nach der Operation sind, mittels oraler oder intravenöser Schmerzmittelgabe, gut zu beherrschen und erlauben eine sofortige Mobilisierung.

Nachbehandlung nach der Kreuzbandriss OP

Das Knie wird nach der Kreuzband-OP für bis zu sechs Wochen, mit Hilfe einer beweglichen Schiene, stabilisiert. Dank dieser Schiene wird das Knie Schritt für Schritt an den normalen Bewegungsumfang und die Belastung herangeführt. Für die Bewegungstherapie eignen sich, je nach Situation, auch sogenannte Motorbewegungsschienen. Neben der Schiene beginnt zusätzlich, wenn möglich, auch die Physiotherapie. Je nach Kreuzband-OP heißt dies zwischen drei bis zwölf Wochen Übungs-/ Bewegungstherapie. Der typische Ablauf der Physiotherapie beginnt nach einem Kreuzbandriss mit einer passiven Bewegung durch den Therapeuten ggf. unterstützt von einer Motorbewegungsschiene. Danach ist der langsame Muskelaufbau mithilfe von Koordinationsübungen das Ziel.

Eine stationäre oder ambulante Rehabilitation (AHB) kann postoperativ bei den Krankenkassen angefragt beziehunsweise beantragt werden. Die Rehabilitation sollte frühestens 2 Wochen nach dem Eingriff beginnen. Sie beinhaltet eine tägliche, intensive Übungsbehandlung mit konsequenter Muskelkräftigung und Kniestabilisation. Meistens wird eine Rehabilitation über 3 Wochen angewandt und wird vorher beziehungsweise nachher mit Physiotherapie kombiniert.

Wie lange ist man krankgeschrieben nach einem Kreuzbandriss?

Je nach Berufsprofil ist eine Krankschreibung (AU) normalerweise für 2 bis 12 Wochen notwendig. Zwar können Sie Büroarbeiten oder sitzende Tätigkeiten recht schnell wieder durchführen, allerdings sind körperliche Arbeiten oftmals erst nach 3 Monaten möglich. In Einzelfällen beträgt ein Berufsausfall sogar 6-9 Monate (z.B. Leistungssportler, Bauarbeiter).