Was genau ist eine Pseudospondylolisthesis?

Das (kindliche) Wirbelgleiten mit Verknöcherungsstörung der Interartikularportion wird auch als echtes Wirbelgleiten(lat. Spondylolisthesis vera) bezeichnet. Die Pseudospondylolisthesis unterscheidet sich hier von, dass es zwar zu keiner Verknöcherungsstörung kommt, allerdings aufgrund der Abnutzungserscheinungen zu einer Instabilität mit einem Wirbelgleiten. Die Pseudospondylolisthesis führt immer zu einer begleitenden Spinalkanalstenose (Druck auf den Spinalkanal und damit Kompression von Nervenfasern. 

Was sind die Ursachen einer Pseudospondylolisthese?

Ursache von Rückenschmerzen können auch Instabilitäten der Wirbelsäule sein, das so genannte Wirbelgleiten. Mediziner bezeichnen dieses entweder als Spondylolisthesis: wenn bei Kindern zwei Wirbelkörper nicht knöchern verbunden sind oder als Pseudesponthylolisthesis: wenn es bei Erwachsenen durch Abnutzung zu einer Verschiebung der Wirbelkörper kommt.

Bandscheibenschäden oder Skoliose können eine Ursache sein

Eine weitere Ursache sind Bandscheibenschäden. Wenn die Bandscheiben mit dem Alter degenerieren, verlieren sie an Höhe. Dadurch passen die Facettengelenke nicht mehr genau zusammen und verschleißen schneller.

Auch wenn die Skoliose selbst bei Kindern keine Schmerzen verursacht, kommt es durch die ungleiche Belastung der Zwischenwirbelgelenke hier zu einem vermehrten Verschleiß, der dann schmerzhaft sein kann.

Instabilität der Wirbelsäule: Die Spondylolisthesis bei Erwachsenen

Auch bei Erwachsenen kann es zu einem Wirbelgleiten kommen, das dann aber sehr viel weniger stark ausgeprägt ist. Da es ähnlich wie die oben beschriebene Form bei Kindern aussieht, wird es auch als Pseudospondylolisthesis bezeichnet.

Um es mit der kindlichen Anlagestörung jedoch nicht zu verwechseln, ist es besser, wird ganz allgemein von Instabilität gesprochen. Nach Schätzungen haben 10 % aller Frauen über 60 Jahre eine mehr oder minder große Instabilität im Bereich der Wirbelsäule. Gut die Hälfte aller Betroffenen merkt überhaupt nicht, dass sich einer oder mehrere Wirbel verschoben haben. Die anderen 50 Prozent leiden allerdings häufig unter erheblichen Beeinträchtigungen.

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